Tarifvertrag für die db dialog gmbh am standort berlin

Irland will das Tarifrecht reformieren Die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen, eine Forschungsagentur der EU mit Sitz in Dublin, stellt auf ihrer Website die Entwicklungen in der Lohnpolitik und den Löhnen für jedes Land seit 1999 vor. Für jedes Jahr können die Änderungen für alle Länder und einige Schlüsselindustrien interaktiv auf einer farbcodierten Karte eingesehen werden. Die Frage, wo branchengebundene, zentral ausgehandelte Vereinbarungen vorherrschen oder wo die Lohnpolitik auf Unternehmensebene fragmentiert ist, wird ebenfalls behandelt. Das Europäische Gewerkschaftsinstitut (ETUI) in Brüssel hatte im Juli 2013 auch eigene grafische Informationen über die Lohnentwicklung in den EU-Ländern auf seiner Website veröffentlicht (siehe Bericht in den EBR-Nachrichten 3/2013). Am 20. September 2013 wurde am Sitz in Limoges ein aktualisiertes EBR-Abkommen für Legrand unter französischer Gerichtsbarkeit unterzeichnet. Der Hersteller von elektrischen Haushaltskomponenten gründete im Jahr 2000 einen EBR. Er setzt sich aus Vertretern aus 18 Ländern zusammen, die zu einer Jahrestagung unter dem Vorsitz des Arbeitgebers nach Frankreich reisen. Der Ausgewählte Ausschuss wurde von drei auf vier Mitglieder erweitert und tagt viermal im Jahr, darunter zweimal mit zentraler Leitung. länderspezifische Regelungen, in erster Linie zu Tarifverträgen, die mit den Gewerkschaften in den jeweiligen Ländern abgeschlossen wurden. Am 18.

Juni 2013 unterzeichnete das Sonderverhandlungsgremium ein SE-Abkommen, das weitgehend auf den Mindeststandards des deutschen SE-Beteiligungsgesetzes beruht. Neun EU-Länder sind im künftigen SE-Betriebsrat vertreten, weitere zwei Vertreter (aus der Schweiz und Serbien) sind stimmberechtigt. Sowohl der SE-Betriebsrat als auch der fünfköpfige Lenkungsausschuss tagen zweimal jährlich. Die Zentrale Geschäftsführung verpflichtet sich, keine Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen, bis das Konsultationsverfahren mit dem SE-Betriebsrat vollständig eingestellt ist. Es gibt jedoch Bestimmungen für Fristen, die in den SE-Rechtsvorschriften nicht vorgesehen sind. Die Verfassungssitzung soll am 15. Januar 2014 stattfinden. Unabhängige Arbeitsrechtsgruppen in Hongkong veröffentlichten am 11. Oktober 2013 einen “Code of Collective Bargaining” für die Volksrepublik China. Am selben Tag verabschiedete die kommunistische Regierung der Nachbarprovinz Hongkongs, Guangdong, neue Regelungen für Tarifverhandlungen. Heute ist Guangdong wirtschaftlich die wichtigste Provinz der gesamten Volksrepublik und war bereits vor 1980 offen für die freie Marktwirtschaft.

Obwohl die Aktivisten aus Hongkong eine kritische Haltung gegenüber dem kommunistischen Regime einnehmen, werden die neuen Regelungen aus der Nachbarprovinz ausdrücklich als wichtiger Schritt in Richtung eines echten Tarifverhandlungssystems gepriesen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Regierung dem Exodus aus der Beteiligung durch die SE-Umwandlung einen Riegel vordere wird oder nicht. Die einfachste Lösung wäre, SE-Vereinbarungen dynamischer zu gestalten: Wenn ein Unternehmen über einen bestimmten Schwellenwert hinaus expandiert, könnte den Mitarbeitern ein gesetzliches Recht eingeräumt werden, die Beteiligung im Aufsichtsrat neu zu verhandeln. Die Zahl der SE-Umrechnungen in Deutschland würde jedoch zurückgehen und auf das in ganz Europa übliche sehr niedrige Niveau sinken. Neben dem “Fall Ryanair” ist ein weiteres Argument für die Gesetzesinitiative das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu den Menschenrechten vom April 2009 (siehe Bericht in EBR News 2/2009). Das Recht auf Kollektivverhandlungen und die Streikfreiheit wurden in diesem Urteil gegen die Türkei als integraler Bestandteil der Europäischen Menschenrechtskonvention definiert. In diesem Zusammenhang gibt es derzeit auch in Straßburg rechtliche Schritte gegen die Thatcher-Gesetzgebung (siehe Bericht in EBR News 4/2012), die möglicherweise das Nachbarland Großbritannien zu Reformen zwingen könnte. Zwischen Unilever und zwei globalen Gewerkschaftsverbänden wurde eine “Arbeitsgruppe zur Gleichstellung der Geschlechter” eingerichtet.